Bei Nahrungsergänzungsmitteln ist es üblich geworden, Zertifikate und Laborberichte als PDF in den Onlineshop zu stellen. Das wirkt auf den ersten Blick sehr transparent und soll die Qualität belegen.
Wir bei APOrtha machen das nicht. Bei uns wirst du solche Dokumente weder im Shop zum Download finden noch auf Nachfrage per E-Mail erhalten.
Das haben wir bewusst so entschieden, denn veröffentlichte Laboranalysen und Zertifikate sagen dir wenig darüber, ob das Produkt in deiner Dose sicher ist. Sie erzeugen vor allem ein Gefühl von Sicherheit.
Warum ein PDF keine Qualität garantiert und wir deshalb auf diesen Marketing-Trend verzichten, erklären wir dir hier.
1. Was eine Laboranalyse im Internet beweisen kann
Kurz gesagt: Eine Laboranalyse kann jeder am Rechner erstellen oder verändern, und du kannst weder ihre Echtheit noch ihren Bezug zu deiner Dose überprüfen.
Für dich als Käufer hat eine Datei, die du im Internet herunterlädst, so gut wie keinen Wert.
- Leicht zu fälschen: Mit Bildbearbeitung und künstlicher Intelligenz ist ein Laborzertifikat heute in kurzer Zeit am Rechner erstellt, samt Siegeln und geänderten Prüfwerten oder gleich ganz erfunden.
- Wer prüft die Echtheit? Greifst du wirklich zum Hörer, suchst das akkreditierte Prüflabor heraus und lässt dir den internen Abgleich zur Probennummer schriftlich bestätigen? Kaum jemand tut das.
- Keine Verbindung zum Inhalt: Auch bei einem echten Laborbericht weißt du nicht, ob das geprüfte Pulver je in der Dose gelandet ist, die bei dir zu Hause im Regal steht. Niemand kann anhand eines hochgeladenen Zettels kontrollieren, ob hier nicht einfach das Muster einer Vorzeigeproduktion analysiert wurde, während im Alltag völlig andere Maßstäbe gelten.
Wer ein minderwertiges, verunreinigtes oder falsch dosiertes Produkt verkaufen will, hat auch keine Hemmungen, ein PDF zu fälschen.
2. Selbst beauftragte Eigengutachten und die "Rosinen-Taktik"
Kurz gesagt: Ein selbst beauftragtes Gutachten zeigt nur, was der Auftraggeber zeigen will, und ersetzt keine Qualität im Betrieb.
Wenn ein Händler oder Hersteller selbst ein Labor beauftragt und bezahlt, entscheidet er, welche Probe ins Labor geht und vor allem, was am Ende veröffentlicht wird. Weil er sie selbst einschickt, können weder das Labor noch du wissen, ob sie dem Produkt entspricht, das später verkauft wird.
Fällt eine Analyse negativ aus oder zeigt Auffälligkeiten, verschwindet sie ganz diskret im Archiv. Präsentiert wird im Onlineshop selbstverständlich nur das makellose Ergebnis. Eine unabhängige Kontrolle ist das nicht, auch wenn das Labor selbst unabhängig arbeitet, denn der Auftraggeber entscheidet, was gezeigt wird.
Die meisten Laboranalysen bestätigen nur, dass die EU-Vorschriften eingehalten werden. Ein Produkt, das sie nicht erfüllt, darf ohnehin nicht verkauft werden, das wäre sogar eine Straftat. Mit der Einhaltung zu werben, ist deshalb im Grunde verbotene Werbung mit Selbstverständlichkeiten.1
Fällt eine Verunreinigung oder eine falsche Dosierung erst bei einer nachträglich beauftragten Analyse des Endprodukts auf, hat die Qualitätssicherung im Betrieb schon vorher versagt. Qualität entsteht beim Rohstoff und in jedem Produktionsschritt. Ein Papier am Ende hilft höchstens dem Verkauf.
3. Warum wir keine Rohstoffzertifikate veröffentlichen
Kurz gesagt: Wir zeigen keine Rohstoff-Zertifikate, weil sie unsere Lieferanten preisgeben würden und geschwärzt nichts mehr aussagen.
Häufig wird argumentiert: „Dann zeigt doch wenigstens die Rohstoff-Zertifikate (CoAs) eurer Vorlieferanten!“
Auch das lehnen wir strikt ab, und zwar aus zwei Gründen:
- Schutz unserer Bezugsquellen: Gute Rohstoffquellen und spezialisierte Hersteller zu finden, hat uns Jahrzehnte und viel Geld gekostet. Diese Lieferketten sind unser sensibles Betriebs- und Geschäftsgeheimnis.
- Die Absurdität von Schwärzungen: Um diese Bezugsquellen zu schützen, müssten wir entscheidende Passagen, Herstellernamen und Referenznummern im Dokument unkenntlich machen. Übrig bliebe ein geschwärzter Wisch, den niemand mehr nachvollziehen kann.
Hinzu kommt: Die Interpretation von Rohstoff-Zertifikaten erfordert biochemisches und lebensmittelrechtliches Fachwissen. Aus dem Zusammenhang gerissene Werte führen oft zu Fehlinterpretationen, die mehr Verwirrung als Klarheit schaffen.
4. Wie wir die Qualität unserer Produkte sichern
Kurz gesagt: Unsere Sicherheit beruht auf strenger Rohstoffauswahl, kontrollierter Produktion, staatlicher Überwachung und einem geschlossenen Qualitätssystem.
Sicherheit geben verbindliche, geschlossene Prozesse entlang der gesamten Kette und unangekündigte Kontrollen durch die Behörde.
Die vier Säulen im Einzelnen:
Säule 1: Strenge Rohstoffauswahl
Wir beziehen Rohstoffe ausschließlich direkt vom Hersteller, dessen autorisierten Vertriebspartnern oder zertifizierten Großhändlern mit Sitz in der EU. Jeder einzelne Rohstoff muss vor dem Einsatz über ein lückenloses Herstellerzertifikat verfügen. Unsere Lohnhersteller nehmen keine Charge an, bei der auch nur die geringste Abweichung zwischen Rohstoff und Dokumentation vorliegt oder Grenzwerte tangiert werden. Weicht etwas ab, geht die Ware sofort zurück.
Säule 2: Kontrollierte Produktion nach Industriestandards
Rund 98 % unserer Produkte lassen wir in Deutschland herstellen und 2 % bei spezialisierten Partnern in der EU. Die Kapseln für unsere Premium-Produkte Kaneka UbiquinolTM und Omegavie® Omega-3 Algenöl werden direkt von den Markenanbietern in Japan bzw. Frankreich hergestellt. Wir arbeiten ausnahmslos mit Betrieben zusammen, die nach den internationalen Standards ISO, HACCP, GMP und IFS zertifiziert sind und regelmäßigen, unabhängigen Audits unterliegen. Diese Standards gelten in jedem Schritt, von der Einlagerung über die Mischung bis zur Abfüllung.
Säule 3: Unabhängige, staatliche Überwachung
Anders als bei selbst bezahlten Laborgutachten führt die zuständige Lebensmittelüberwachung in Schleswig-Holstein regelmäßig unangekündigte Stichprobenkontrollen unserer Produkte durch. Die Proben zieht die Behörde selbst aus unserem Bestand und nicht jemand aus unserem Marketing. In über 25 Jahren Unternehmensgeschichte gab es bei diesen Kontrollen nicht eine einzige Beanstandung hinsichtlich Reinheit, Dosierung oder Zusammensetzung. (Dass wir diese behördlichen Prüfberichte nicht online stellen, liegt an den klaren rechtlichen Vorgaben: Eine Veröffentlichung amtlicher Berichte zu Werbezwecken ist schlichtweg nicht gestattet.)
Säule 4: Ein geschlossenes Qualitätssystem
Unser System ist so angelegt, dass Verunreinigungen gar nicht erst in die Produktion kommen. Dafür wird an jedem Arbeitstag kontrolliert und nicht erst am Ende mit einem Prüfbericht.
Worauf du dich verlassen kannst
Kurz gesagt: Verlassen kannst du dich auf einen Hersteller, der seine Abläufe beherrscht und sich kontrollieren lässt.
Jede Kaufentscheidung bei Gesundheit und Nahrungsergänzung läuft auf eine grundlegende Frage hinaus:
Vertraust du einem isolierten Stück Papier aus dem Internet, dessen Authentizität und Herkunft du niemals verlässlich überprüfen kannst? Oder vertraust du einem inhabergeführten Hersteller2, der seit über 25 Jahren am Markt ist, seine Prozesse von der Rohstoffauswahl bis zur fertigen Dose im Griff hat und sich in dieser Zeit ohne eine Beanstandung der staatlichen Aufsicht gestellt hat?
Wir wissen, dass manche Käufer ein Dokument sehen wollen – ganz egal, wie wenig Aussagekraft es in der Realität besitzt. Wenn jemand diesen Schein-Beweis für seine Kaufentscheidung zwingend braucht, respektieren wir das, auch wenn wir selbst keine solchen Dokumente zeigen.
Wir lassen lieber unsere Produkte sprechen, also ihre Reinheit, ihre durchdachten Rezepturen und ihre sorgfältige Herstellung. Mit unserem Namen stehen wir dafür ein, auch ohne Zettel zum Herunterladen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Weil du bei einer Laboranalyse aus dem Internet weder prüfen kannst, ob sie echt ist, noch, ob die geprüfte Probe aus deiner Dose stammt. Sie erzeugt deshalb eher ein Gefühl von Sicherheit, als dass sie etwas belegt.
Wir sind ein inhabergeführter Hersteller2 und seit über 25 Jahren am Markt. Rund 98 % unserer Produkte lassen wir in Deutschland herstellen. Die Lebensmittelüberwachung in Schleswig-Holstein kontrolliert unsere Produkte regelmäßig mit unangekündigten Stichproben, und in all den Jahren gab es dabei keine einzige Beanstandung bei Reinheit, Dosierung oder Zusammensetzung. Wer hinter uns steht, findest du in unserem Impressum.
An den Abläufen hinter dem Produkt. Wichtig ist, woher die Rohstoffe kommen, ob in Betrieben mit anerkannten Standards wie ISO, HACCP, GMP oder IFS hergestellt wird und ob die Lebensmittelüberwachung den Hersteller unangekündigt kontrolliert.
Ja, das Labor selbst ist unabhängig und untersucht gewissenhaft genau das, was man ihm einsendet. Der Haken liegt woanders: Die Probe schickt der Anbieter selbst ins Labor, und weder das Labor noch du als Kunde können wissen, ob diese Probe dem Produkt entspricht, das später verkauft wird. Die Unabhängigkeit des Labors sagt deshalb nichts darüber aus, was in deiner Dose steckt.
Ein Analysezertifikat, auf Englisch Certificate of Analysis (CoA), ist ein Prüfbericht zu einer bestimmten Charge eines Rohstoffs oder Produkts. Für dich als Käufer sagt es wenig. Du kannst nicht prüfen, ob es echt ist, und nicht sicher sein, dass die geprüfte Probe in deiner Dose steckt. Außerdem braucht man biochemisches und lebensmittelrechtliches Fachwissen, um die Werte richtig einzuordnen.
Diese Analysen sind ebenfalls nur ein Dokument, das der Anbieter bereitstellt. Auch hier hat er die Probe selbst eingeschickt, und ob die Analyse echt ist und aus deiner Dose stammt, kannst du nicht kontrollieren. Und wer die Analyse beauftragt und bezahlt, entscheidet auch, was veröffentlicht wird.
Ein Testergebnis gilt nur für die eine Charge, die geprüft wurde, und das ist bei den Tests von Stiftung Warentest oder Öko-Test genauso. Über spätere Chargen sagt es nichts, auch wenn das Siegel weiter auf der Verpackung steht. Ob die Dose in deinem Regal dieselbe Qualität hat, hängt davon ab, wie zuverlässig der Hersteller jede einzelne Charge herstellt und kontrolliert.
Zuständig ist die Lebensmittelüberwachung des jeweiligen Bundeslandes, bei uns also die in Schleswig-Holstein. Sie kontrolliert unsere Produkte regelmäßig mit unangekündigten Stichproben und nimmt die Proben dabei selbst aus dem Bestand, statt sie sich schicken zu lassen.
Die Höchstgehalte legt die Verordnung (EU) 2023/915 fest. Für Nahrungsergänzungsmittel liegen sie bei 3,0 mg/kg für Blei, 1,0 mg/kg für Cadmium (3,0 mg/kg bei Produkten, die ausschließlich oder überwiegend aus getrockneten Algen bestehen) und 0,1 mg/kg für Quecksilber.3
Quellen:
1. Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), Anhang zu § 3 Abs. 3, Nr. 10a: https://www.gesetze-im-internet.de/uwg_2004/anhang.html
2. APOrtha – Über uns: https://www.aportha.de/wissen/insider/ueber-uns/
3. Verordnung (EU) 2023/915 der Kommission über Höchstgehalte für bestimmte Kontaminanten in Lebensmitteln, Anhang I Nr. 3.1, 3.2 und 3.3: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32023R0915